Wie oft habe ich gehört, dass ich dankbar sein soll: für meine Gesundheit, für meinen Körper etc. doch so richtig wollte sich dieses Gefühl nie einstellen auch wenn meine Kopf das denken und verstehen konnte. Ausnahmen hiervon waren Extremsituationen bei denen ich konfrontiert mit dem Ende des Lebens war,, wie beim Tod meines Vaters, oder wie mein Körper Leistungen erbracht hat über die ich staunen durfte, wie bspw. bei der Geburt meiner Kinder oder dem Besteigen eines 5000m hohen Berges in den Anden.
Heute morgen war es dann soweit: ich wachte auf und spürte mich, meine Beine, meinen Bauch und meine Arme. Voller Dankbarkeit über diesen Körper, sein funktionieren, mich durchs Leben tragen durfte ich heute erwachen. Ich weiß nicht, was sich verändert hat.
Auf einmal war es da. Dieses Gefühl, dieser echte Kontakt mit meinem Körper, diesem Wunderwerk, das mich durchs Leben trägt.
Im März entschied ich mich meine körperliche Fitness höher zu priorisieren. Überraschend auch für mich, meldete ich mich spontan im Fitnessstudio an. Ein Monat liegt hinter mir. 9*Fitnessstudio, 6*joggen, 3 *länger Radfahren. Ich fühle mich gut. Jetzt frage ich mich: hat meine Dankbarkeit vielleicht etwas damit zu tun, dass ich mich einfach mehr um meinen Körper kümmere, diesen höher in meinem Alltag priorisiere? Ich sehe es an meinen Kindern, die springen, rennen und ihrem ureigenen Drang nach Bewegung folgen. Sie sind im Kontakt mit sich, ihrem Köper und präsent in ihrem Leben. Ich frage mich, wann ich das verloren habe.
10 Tipps zum sofort umsetzen, wie du deinen Körper direkt mehr spüren kannst:
- Hüpfe 10 Mal auf der Stelle
- Umarme dich selbst
- Klopfe dich einmal von Fuß bis Kopf ab und wieder zurück
- Massiere deine Ohren
- Atme bewusst und spüre, wie sich dabei dein Körper bewegt
- Trinke langsam, schluck für schluck ein Glas lauwarmes Wasser
- Halte kurz die Luft an uns spüre, wie dein Körper die Regie übernimmt und dich wieder atmen lässt.
- Reibe ganz bewusst und langsam deine Hände ineinander
- Streichle dein Gesicht
- Wasche dein Gesicht mit kaltem Wasser ab (oder dusche einfach mal ganz kalt).
Für den April habe ich mir vorgenommen, meinen Schlaf höher zu priorisieren. Lies gerne hier, was es mit mir macht, kein gemeinsames Schlafzimmer mehr mit meinem Mann zu teilen.
