Dankbarkeit für den Körper, warum sie sich nicht einfach denken lässt
Wie oft habe ich gehört, dass ich dankbar sein soll: für meine Gesundheit, für meinen Körper. Mein Kopf konnte das verstehen. Das Gefühl wollte sich trotzdem nicht wirklich einstellen.
Ausnahmen waren Extremsituationen, in denen ich mit dem Ende des Lebens konfrontiert war, wie beim Tod meines Vaters. Oder Momente, in denen mein Körper Leistungen erbracht hat, über die ich staunen durfte: bei der Geburt meiner Kinder, beim Besteigen eines 5.000 m hohen Berges in den Anden.
Im Alltag war mir das oft ein großes Rätsel.
Dann war es heute Morgen plötzlich da
Ich wachte auf und spürte mich. Meine Beine, meinen Bauch, meine Arme. Voller Dankbarkeit über diesen Körper, sein Funktionieren, sein Mich-durchs-Leben-Tragen.
Auf einmal war es da. Dieses Gefühl tiefer Dankbarkeit und Bewusstheit über dieses Wunderwerk, das mich durchs Leben trägt. Echter Kontakt mit meinem Körper.
Ich weiß nicht genau, was sich verändert hat. Aber ich habe eine Vermutung.
Ein Monat Fitnessstudio: was sich wirklich verändert hat
Im März entschied ich mich, meinen Körper und meine körperliche Fitness höher zu priorisieren. Ich meldete mich spontan im Fitnessstudio an. Überraschend auch für mich selbst, denn meine Projektionen hatten eher damit zu tun, dass das so Schwitzbuden voller Körperpräsentation sind. Ein Monat liegt hinter mir: 9-mal Fitnessstudio, 6-mal Joggen, 3-mal längeres Radfahren.
Ich fühle mich gut, merke Muskeln, die ich lange nicht gespürt habe. Mein Bewegungsdrang kommt zurück. Und ich frage mich: Hat meine Dankbarkeit vielleicht etwas damit zu tun, dass ich mich einfach mehr um meinen Körper kümmere, ihn höher priorisiere in meinem Alltag und vor allem ihn einfach durch meine höhere Bewegung mehr spüre?
Ich sehe es an meinen Kindern: Sie springen, rennen, folgen ihrem ureigenen Drang nach Bewegung. Sie sind im Kontakt mit sich, ihrem Körper, präsent in ihrem Leben. Ich frage mich, wann ich das verloren habe, ich bin nun auf dem Weg, das wieder zu finden.
Wie geht es dir mit deinem Körper? Bist du zufrieden? Fühlst du dich gut mit dir selbst? Kannst du das Wunder sehen, dass in ihm wohnt?
10 Wege, deinen Körper jetzt sofort zu spüren:
- Hüpfe 10 Mal auf der Stelle
- Umarme dich selbst
- Klopfe dich einmal von Fuß bis Kopf ab und wieder zurück
- Massiere deine Ohren
- Atme bewusst und spüre, wie sich dabei dein Körper bewegt
- Trinke langsam, schluck für schluck ein Glas lauwarmes Wasser
- Halte kurz die Luft an uns spüre, wie dein Körper die Regie übernimmt und dich wieder atmen lässt.
- Reibe ganz bewusst und langsam deine Hände ineinander
- Streichle dein Gesicht
- Wasche dein Gesicht mit kaltem Wasser ab (oder dusche einfach mal ganz kalt).
Du möchtest dich auch wieder mehr spüren. Dann nimm Kontakt über das Formular mit mir auf oder Reserviere dir deinen Rückruftermin und wir klären, wie ich dich am besten unterstützen kann.
Für den April habe ich mir übrigens vorgenommen, meinen Schlaf höher zu priorisieren. Lies gerne hier, was es mit mir macht, kein gemeinsames Schlafzimmer mehr mit meinem Mann zu teilen.
Vielleicht hat mein neues Körperbewusstsein auch etwas mit einer Kutsche zu tun. Lies hier, wenn du mehr über den Camper mit Hoverboards erfahren möchtest.
